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 WinneThomasRolandJosHenrikBandhistorie
 

[ vokal total_]

1991-1992

Noch mit Jürgen Teuchert erarbeitet und gespielt, wird Vokal Total mit Jos Gerritschen parallel zu Auf Sendung bis 1992 gespielt. Viel gehörter Hit dieses Programms ist "One More Celebration", eine Popballade, die auch als Singleauskopplung erschienen ist. Die B-Seite? Na, was wohl: "Auf Wiedersehn in Garmisch-Partenkirchen"!

Die so grundverschiedenen Menschen 6-Zylinder erhalten in Vokal Total auch als Bühnenfigur einen prägnanten, farbigen Charakter. Nicht nur musikalisch: in der ersten Programmhälfte schon mit Mimik, Gestik und Moderationen angedeutet, findet jeder der sechs Charaktere in der zweiten Hälfte ihre Bestätigung in ausgefallenen und sehr unterschiedlichen Kostümen.

Tilo wird zum Klassenprimus: ein wenig schüchtern, in Knickerbockern mit pomadisierten Kurzhaaren und Nickelbrille gibt er einen Streber (die "Feuerzangenbowle" lässt grüßen), vor dem wir alle in der Schule Angst gehabt hätten. Dieses spießig, zurückhaltende Outfit lässt seine offensiven Soloeinsätze umso wirkungsvoller strahlen: "Bei mir bist Du schön", sein legendärer Hüftschwung in "I'm A Train" und seine konzentrierte und der Bedeutung angemessen Mimik beim einzigen Instrumentaleinsatz des Abends: der Triangelschlag in "Auf Wiederseh'n in Garmisch-Partenkirchen".

Thomas spielt den Gegenpart zu Tilo: ein verspielter Träumer im verknautschten Oversize-Pulli; immer gut für eine kleine Blödelei am Rande und eine seiner unglaublichen Grimassen. Thomas ist einer der ganz wenigen, die Terzen auch gucken können. Wenn er mit Tilo in Terzenseeligkeit dahin schmilzt... Dafür wurde schon Ende der 80ger Jahre den Begriff Terzinfarkt geprägt (Größe an die Kollegen aus München).

Für mitteleuropäischen Geschmack vielleicht einen Hauch zu farbenfroh gewandet, ist Nici mehr romantischer Gondoliere denn hektischer Pizzabäcker. Aber dieser Gondoliere ist nicht wie seine venezianischen Kollegen dazu verdonnert im Schmalz zu ertrinken, nein, er darf Rock'n Roll singen, und wie!!: "Back in the USSR", "Why Do Fools Fall In Love?"

[ highlights_]

[ Copacabana
[ Sweet Georgia Brown
[ Zementmixer
[ The longest time
[ Why do fools fall in love

Eidottergelbe Weste, eierschalenfarbene Knickerbocker, lässig schräg sitzende Ballonmütze und betörend träumender Blick, so lässt Jos alle (alle!) Frauenherzen dahin schmelzen. ... oder sollte es doch an seiner Stimme liegen? Die meisten männlichen Zuschauer behaupten Letzteres. Seine Hauptwaffen in diesem Programm: "For The Longest Time", "Sweet Georgia Brown".

Halb konservativer Großbürger (langer schwarzer Gehrock), halb locker plaudernder Lebemann (lässiger Seidenschal), so gibt sich Jürgen Janotta mit seiner Vorliebe für frühbarocke Madrigale, seinem Hang zu zartem Schmelz: "Lalelu", "Love Kiss Me Good Night" und seinem überraschendem Bekenntnis "Ich will keine Schokolade, sondern lieber einen Mann".

Einer fehlt noch: der Bass: Henrik hat zwar in jedem zweiten Stück das letzte Wort: "dabadadumm padumm huuuuu", bleibt aber sonst eher im Hintergrund und ist das, was er gelernt hat: das musikalische Fundament. Vom Outfit her ein englischer Gentleman im Wochenenddress (großkariertes Wollsakko und kleinkarierte Weste) kommentiert er das eine oder andere Stück gerne mit ironischen Moderationen.

[ cd_]

Die CD, oder besser die LP, zu diesem Programm ist der erste Tonträger der 6-Zylinder, sieht man von Demo-Kassetten und der legendären "Gelben Kassette" einmal ab.

Aufgenommen wird 1989 in einem Studio in Emmelshausen. Wichtigster Mann für diese Produktion ist der Toningenieur Dirk Schmalenbach. Nach vieler Arbeit, langen Tagen und Wochen im Studio ist es im Frühjahr 1990 dann endlich soweit: Deutschlands erste A-cappella-LP erblickt das Licht der Welt: "Vokal Total". Ja klar, natürlich gibt es A-cappella-Platten von Chören oder klassischen Gesangsensembles, aber: so viele Stile von Klassik über Pop und Jazz bis hin zum Schlager auf einer Platte vereint mit dem Ziel gutes Entertainment zu bieten (das also, was man heute landläufig mit dem Begriff "a cappella" verbindet) gibt es bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Nicht zuletzt deshalb wird "Vokal Total" Jahre später in einer CD-Besprechung die "Mutter aller A-cappella-CDs" genannt.

 
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